Philosophieren am Abgrund: Die Frankfurter Schule

Lehrveranstaltung an der Fakultät für angewandte Natur- und Geisteswissenschaften

Für die Philosophen der Frankfurter Schule standen zwei Themen im Zentrum: die soziale Frage und die Folgen der Naturzerstörung durch industrielle Naturbeherrschung. Beide Themen sind in der Gegenwart aktuelle Herausforderungen: der menschengemachte Klimawandel und die Bedrohung liberaler Demokratien durch autoritäre Herrschaftsformen.

Im Frankfurter Institut für Sozialforschung entwarfen Horkheimer, Marcuse, Adorno und Habermas eine philosophische Theorie und Kritik der Bewegungsgesetze moderner Industriegesellschaften und ihrer Lebenswelten. Die Themen der Frankfurter Schule sind im 21. Jahrhundert (wieder) relevant: liberale Demokratien, die in autoritäre Staaten übergehen; die Aufteilung der Welt in zwei Blöcke; das Ende des Ostblocks und die »neue Weltordnung« des Neoliberalismus«; Veränderungen der Lebenswelt durch neue Produktions- und Kommunikationstechnologien.

In der Lehrveranstaltung werden Schlüsseltexte der kritischen Theorie vorgestellt und diskutiert. Die Themenfelder sind Gesellschaft – Geschichte – Rationalität – Moral – Kultur – Kunst. Textauswahl und Literaturhinweise in der ersten Sitzung.

 

Module:

AWPF
Theorie

Prof. Dr. habil. Gerhard Schweppenhäuser


Mittwoch
17:00 - 18:30
Raum M.2.08 (Münzstraße 12)

open for non-german-speaking students