Goldenes Handwerk

Der Wert des Analogen in einer digitalen Welt

Während sich im Rahmen des Wahlkampfes zur Bundestagswahl nahezu alle Parteien einig waren, dem Schlagwort „Digitalisierung“ größtmöglichen Raum in ihrem Parteiprogrogramm einzuräumen, während wir alle 24 Stunden online und erreichbar sind und sich die Hersteller von Technik-Gadgets mit neuen Features nahezu überschlagen, gibt es doch auch genau den Trend in die entgegengesetzte Richtung: Wir kaufen unsere Musik wieder auf Vinyl, feiern das Knistern der alten LPs auf dem Dual-Plattenspieler mit Riemenantrieb, die tausendfach totgesagte analoge Fotografie erlebt eine Renaissance und hip ist, wer zu Hause sein eigenes Craft Beer braut.

Im zweiten Semester beschäftigen wir uns genau mit dieser Strömung. Was ist dafür verantwortlich, dass in der digitalisierten Welt das Haptische so sehr an Wert gewinnt? Und wie können wir dieses Thema fotografisch bearbeiten und darstellen? Von der Reportage über den 70-jährigen Schuster, der noch immer wie zu Beginn seines Arbeits-Lebens sein Tagwerk verrichtet bis hin zu einer künstlerischen oder gar abstrakten Betrachtungsweise ist alles möglich.

Ob in der Gruppe oder alleine, digital oder analog, Kleinbild oder Großformat: Erlaubt ist, was in das Konzept passt und dem Ergebnis zu Gute kommt.

Und da wir alle hip sind, werden wir nebenbei unser erstes eigenes Bier brauen, welches dann in der Semester-Ausstellung ausgeschenkt wird. Hier ist die Teilnahme natürlich nicht verpflichtend…

Module:

KD9: Grundlagen Fotografie 2

Teilmodule:

GL-FO: Fotografie

Grundlagen
Fotografie

Rainer Wengel

2. Semester

Donnerstag
09:00 - 12:15
Raum I.0.22

open for non-german-speaking students