Nach dem Ende dieser Welt

Aus der Projektreihe Körperhüllen

Nach dem Ende dieser Welt, wenn alle befürchteten Untergangsszenarien eingetreten sind, wie Klimakatastrophe, Überbevölkerung, Kollaps des Ökosystems, Seuchen, oder atomare Verstrahlung. Stellen wir uns vor die Menschheit hat überlebt, und ist befreit von der Angst vor den uns bedrohenden Katastrophen. Die Apokalypse ist geschehen und die Welt, wie wir sie kennen ist verschwunden: Die Chance für einen Neubeginn. Wie könnte dann unsere Umgebung und unser Leben aussehen? Wie sehen Visionen für ein neues, friedlicheres und glücklicheres Miteinander aus? Die Menschen werden nicht mehr dort sein wo sie herkamen, und die eigene Heimat wird so verändert sein, dass es kein vertrautes Umfeld mehr gibt. Die direkte Umgebung, die man möglicherweise mit sich trägt, kann Heimat ersetzen. Wir berühren die Anfänge der Gesellschaft, des menschlichen Miteinanders, ungeachtet von tradierten Konventionen. Die soziale und körperliche Umgebung formiert sich neu.

Unsere Angst vor apokalyptischen Szenarien lässt uns über Strategien nachdenken, wie sich Katastrophen hinausschieben lassen, aber unser visionäres Denken wird blockiert. Anhand des Themas wollen wir uns der bedingungslosen Spekulation über unsere umgebenden Hüllen stellen. Alles kann sich neu und unter neuen Gegebenheiten entwickeln. Wir wollen untersuchen wie unsere Lebensräumen aussehen könnten. Bedingungen wie Schwerkraft und Physik mögen anders sein, neue Orte des Lebens, wie in der Atmosphäre, unter der Erde, oder auf anderen Planeten können bedacht werden. Die Frage ist, wie wir uns schützen, wie wir über unsere Oberflächen miteinander kommunizieren und wie wir Kultur im Umgang miteinander entwickeln. Unsere Kleidung bildet unsere Sphäre, unseren Schutzraum und unsere Identität, sie ist wie eine Architektur, die unseren Körper umgibt und uns unabhängig von Ort und Zeit machen kann.

Die Recherche behandelt visionäre Gestaltung, die Verantwortung der Designer im Umgang mit dem drohenden Ende der Welt. Vor diesem Hintergrund die Untersuchung was uns wichtig ist, erhaltenswert erscheint oder sich ganz neu entwickeln könnte. Wir werden Beobachtungsstudien anstellen und mit Form und Material experimentieren. Schließlich wird in analoger Umsetzung, ein life-size Modell realisiert, das die Vision einer Körperhülle nach dem Ende dieser Welt veranschaulicht.

Module:

KD26: Projektarbeit 1
KD30: Projektarbeit 2

Teilmodule:

Designprojekt
Grafikdesign

Patricia Hepp

4. bis 7. Semester

Mittwoch
14:15 - 17:30
Raum I.1.7

open for non-german-speaking students