»The bigger the better« vs »Less is more«

Weniger ist dann mehr, wenn Mehr nicht gut ist!

In diesem Semester befassen wir uns fotografisch mit zwei Gestaltungs-Grundsätzen, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Während Gestalter wie Dieter Rams und Ludwig Mies van der Rohe Ihre Überzeugung für den Minimalismus in Ihrer Arbeit zum Ausdruck brachten, beweisen Fotografen wie David Lachapelle die Daseinsberechtigung des gegenteiligen, überladenen Ansatzes.

Diesen unterschiedlichen Gestaltungskonzepten wollen wir uns fotografisch nähern und in den Projektarbeiten eine individuelle Herangehensweise erarbeiten.

Doch nicht nur in konzeptioneller Hinsicht lassen sich diese beiden Grundsätze anwenden, auch technisch können sie in der Fotografie interpretiert werden. Experimente mit alternativen Techniken von der Lochkamera über überlagertes Film-Material bis hin zum Fotohandy aus der Zeit der Jahrtausendwende sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht, wenn sie sich konzeptionell mit dem gewählten Thema vereinbaren lassen. Genauso ist es natürlich möglich, mit neuester Technik, digitalem Mittelformat oder analogem Großformat zu experimentieren oder sämtliche Varianten miteinander zu kombinieren, um so einzigartige Ergebnisse zu erzielen.

Neben dem Hauptprojekt, welches aus Konzeptions- und Ausarbeitungsphase besteht, wird es auch in diesem Semester mehrere Praxistage geben, um je nach Bedarf Fragen und Probleme im Umgang mit Kamera- und Studiotechnik zu klären.

Module:

KD9: Grundlagen Fotografie 2

Teilmodule:

Grundlagen
Fotografie

Rainer Wengel

2. Semester

Mittwoch
14:15 - 17:30
Raum I.0.22

open for non-german-speaking students