prof. gertrud nolte

Typografie und Zeichensysteme 1

Gruppe E

Allgemeine Grundlagen

Typografie erfordert:

Wahrnehmungsprozeß
Denken (üben)
Erfassen üben
Zuhören üben
Verstehen
sich selbst zurücksetzen
Dienstleister werden
Proportionsgefühl für Raum, Fläche, Farbe, Zeit entwickeln
Bewußtsein für die Verantwortung seiner Aufgabe entwickeln
Haltung einnehmen

Schauen, schauen, schauen – üben, üben, üben – viel bisher Gemachtes ansehen – möglichst viel über die Vorgänger lernen.

Experimentieren und Sicherheit für das Richtige finden, dafür trainieren, wie im Sport: regelmäßig und zäh.

Basics, Testergebnisse von Fachleuten, Materialkunde, Handwerk, Vorbilder, Traditionen und auch Zeitgeist, sowie das Detailwissen gehören zur Grundausstattung und sollten von vornherein ernst genommen werden, dann gehen sie in Fleisch und Blut = Auge über und blockieren nicht den späteren Arbeitsprozeß.

Ziele:

1) Sie kennen 10 (8) wichtige Schriften, Schriftenentwerfer, den Aufbau von Buchstaben, Terminologien (Strichstärke – Schriftbreite – Schriftlagen – u.v.m.), Sonderzeichen, Schriftausbau-Schriftfamilien, Satz- und Setzregeln, Satzformen, Geschichte der Schriftentwicklung, Unterscheidungskriterien von Schriften, Klassifikationsmerkmale (nach DIN), Maßsysteme, Raster­strukturen, Typographische Gesetze, Regeln der Lesbarkeit/Leseabstand, Buchstabenfolge, Wortfolgen, Zeilenfolge, Spaltenfolge, Seitenfolgen …
2) Sie bekommen die Schriften in die Finger, d.h. Sie können das Wesentliche und das Untertschiedliche händisch skizzieren, Sie scribbeln echt mit Schriften, bekommen Erfahrung im Raster-Layout einer Zeitung innerhalb eines Workshops und anschließend den Satz im Computer; … und Sie haben Lust daran …
3) Sie können acht einfache, erste, grafische Methoden, mit denen Ausdruck geschaffen werden; Sie entwickeln Zeichensysteme;
4) Sie können mit Schriften scribbeln (s.o. unter 2));
5) Sie können ein Layout umsetzten;
6) Sie können die wichtigsten typographischen Regeln und wenden diese selbständig an;
7) es entsteht ein gemeinsames Semesterplakat: aus ihren erarbeiteten Ergebnissen; sowie
8) Semester-Erfahrungsbericht des typografischen ersten Semesters in Form einer Zeitungsdoppelseite (unterstützt von Janik Söllner und Hanna Kölbl, Hilfskräfte von mir und guter Helfer); daraus wird am Ende eine komplette gemeinsame Erstsemestertypozeitung »Neue Typen in Würzburg« und ein Logoplakat aus Ihren Zeichen für die Ausstellung »Bergwerk«.
9) Sie entwickeln Stärke zu Ihren persönlichen gesellschaftlichen Standpunkten und interessieren sich für alle diese Themen! Dies ist für einen Grafiker jetzt und zukünfitg existentiell!

Module:

Grundlagen
Typografie

Prof. Gertrud Nolte

1. Semester

Dienstag
10:00 - 13:00
Raum I.1.26