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Zhuhai – Wuerzburg

Semesterprojekt mit dem Beijing Institute of Technology

Die School of Design and Arts des Beijing Institute of Technology in Zhuhai und die Fakultät Gestaltung der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg planen für das kommende Wintersemester 2021/2022 ein gemeinsames Semesterprojekt. Im internationalen Austausch sollen dabei gemischte Projektgruppen zu einem der nachfolgend vorgestellten Dachthemen eigene Projekt- oder Produktideen konzipieren, gestalten und umsetzen (proaktives Entwerfen).


1 Design und Ökologie

Weltweit kämpfen Regierungen und Verbände mit den Folgen des Klimawandels. Häufigkeit und Ausmaß von Unwetterereignissen haben zugenommen und werden zu einer wachsenden Gefahr für die Menschheit. Um klimatologische Zusammenhänge besser zu begreifen, ist Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Außerdem braucht es nachvollziehbare Vermittlungsmodelle, um kurz- bis mittelfristig ein neues ökologisches Bewußtsein zu schaffen – basierend auf Fakten, nicht auf Meinungen.

Sammeln Sie verfügbare Klimadaten und analysieren Sie deren Aussagen. Verbinden Sie unterschiedliche Datenquellen und schaffen Sie dadurch neue, weiterführende Kausalkomplexe. Welche Auffälligkeiten lassen sich extrahieren? Was hängt womit zusammen? Wie häufig treten welche Ereignisse in welchen Regionen auf? Gibt es historische Regelmäßigkeiten? Welchen Einfluss können solche Tools auf unser ökologisches Verständnis nehmen?
Entwerfen Sie ein interessantes digitales Vermittlungsmodell (Prototyp), das eventuell bessere Vorhersagen erlaubt oder strukturelle Zusammenhänge nachvollziehbarer beleuchtet.

2 Social Media … neu, anders

Die global aktiven Social-Media-Plattformen sind in der Regel sehr beliebt und werden intensiv genutzt. Die Informationskultur schwankt dabei zwischen hilfreicher »Echtzeitbenachrichtigung« und oft fragwürdiger, egozentrischer »Zur-Schau-Stellung«. Gleichzeitig benötigt der Gebrauch vieler Plattformen sehr viel Aufmerksamkeit bei ständig sinkender Informationsqualität. Zuletzt sorgen Mobbing und andere kriminelle Machenschaften zunehmend für Probleme und lassen Social-Media-Umgebungen dadurch immer mehr zu einer Gefahr für – vor allem – junge Menschen werden.

Entwickeln Sie innovative Ansätze für eine neuartige digitale Kommunikationsplattform. Wer ist Zielgruppe? Worin unterscheidet sich Ihr Ansatz von bestehenden Plattformen und wie umgehen Sie deren Schwachstellen? Gibt es neuartige Sprachformen und Austauschregeln, die vielleicht primär visuell funktionieren? Gibt es Ideen zur Prävention gegen menschliche »Schwachstellen« (Neid, Hass und Gewalt)?
Am Ende soll ein in Teilen funktionsfähiger Prototyp entstehen, der die Vorteile Ihrer Ideen nachvollziehbar und überzeugend vermittelt.

3 Digitale Tools im medizinischen Kontext

Die Digitalisierung spielt seit längerer Zeit eine immer stärkere Rolle in den Bereichen Medizin und Heilkunde und ermöglicht oft ganz neue Perspektiven. Richtig und werthaltig ist diese Entwicklung dann, wenn durch die Synergien echte Mehrwerte entstehen und sowohl Patient*innen als auch Ärzt*innen nicht digital bevormundet oder eingeschränkt werden. Ferner gilt es zu berücksichtigen, dass bei dem sensiblen Thema »Gesundheit« immer der Mensch mit seinen Gefühlen und Ängsten im Mittelpunkt zu stehen hat.
Gerade aber in der Patientenaufklärung, der Untersuchung von Massendaten oder der unterstützenden Analyse durch KI-Systeme zeigen digitale Tools ihre unterstützende Bedeutung in idealer Form.

Suchen Sie mittels entsprechender Recherche gute Anwendungsbeispiele, wo und wie sich digitale Anwendungen im Bereich der Medizin werthaltig einbinden lassen. Entwickeln Sie Lösungsansätze, die sich durch eine einfache, informative Bedienung auszeichnen und echte Vorteile bieten. Am Ende soll ein in Teilen funktionsfähiger Prototyp entstehen, der den Mehrwert nachvollziehbar und überzeugend vermittelt.


Arbeitsprozess
Die Teams werden nach der Einführungsveranstaltung gebildet und müssen gemischt sein (Studierende aus Zhuhai und Würzburg). Immer montags findet eine zweistündige Präsentation der Zwischenstände statt (Beginn 10.45 Uhr, um die Zeitverschiebung zu berücksichtigen), in der die Gruppen ihre Entwicklungsschritte präsentieren (Review). Danach können die Studierenden an ihren Standorten mit ihren Betreuenden in Präsenz Teambesprechungen durchführen (Würzburg: 13 Uhr bis 15.45 Uhr). Unter der Woche sollten sich die Gruppen eigenständig austauschen und ihre Arbeitsschritte synchronisieren.

Austausch/Kommunikation
Die Veranstaltung wird in englischer Sprache durchgeführt. Zusätzlich steht uns mit Frau Shuang Wu über weite Strecken eine Simultanübersetzerin zur Verfügung. Die beteiligten Betreuenden in Zhuhai sprechen zudem englisch und können bei Bedarf ebenfalls übersetzen.
Die regelmäßigen Reviews finden bei Teilnahme aller Beteiligten via Microsoft Teams statt. Für den Austausch unter der Woche können die Studierenden auf weitere Tools zurückgreifen (Miro, Slack, …).

Präsentation
Am Ende des Semesters findet eine Präsentation statt, die prüfungsrelevant sein wird. Diese Präsentation soll alle Schritte und Erkenntnisse während der Zusammenarbeit aufzeigen und das finale Ergebnis (Prototyp) vorstellen. Sollte es die Covid-Situation zulassen, dann wäre eine sich daran anschließende Ausstellung der Ergebnisse in realer Form wünschenswert. Diese könnte wahlweise in Würzburg oder in Zhuhai stattfinden (Gespräche dazu laufen).

Erwartungen
Es geht bei diesem Workshop darum, die unterschiedlichen, länderspezifischen Hintergründe in einen transkulturellen Designprozess einfließen zu lassen. Es wird von den teilnehmenden Studierenden erwartet, dass sie sich auf diesen Diskurs unvoreingenommen einlassen und lernen, sich mit Respekt und Neugier zu begegnen. Ganz wichtig ist dabei die Erfahrung, einen gemeinsamen Designprozess agil voranzutreiben und dabei die Leidenschaft in der Auseinandersetzung vital zu halten. Im besten Fall entstehen in steiler Lernkurve neuartige Designkonzepte, die durch die unterschiedlichen, kulturellen Einflüsse zu einem weiterführenden Verständnis in der Gestaltung führen.

 

 


 

The School of Design and Arts of the Beijing Institute of Technology in Zhuhai and the Faculty of Design at the University of Applied Sciences in Würzburg are planning a joint semester project for the upcoming wintersemester 2021/2022. In an international exchange, mixed project groups should design and realize their own project on one of the topics presented below (proactive design).


1 Design and Ecology
Governments and associations around the world are struggling with the consequences of climate change. The frequency and extent of severe weather events have increased and are becoming a growing threat to mankind. In order to better understand climatological relationships, educational and persuasive work must be done. In addition, comprehensible communication models are needed in order to create a new ecological awareness in the short to medium term – based on facts, not on individual opinions.

Collect available climate data and analyze their statements. Connect different data sources and thereby create new, further causal complexes. Which abnormalities can be extracted? What is interrelated? How often do events occur in which regions? Are there historical regularities? What influence can such tools have on our ecological understanding?
Design an interesting digital communication model (prototype) that may allow better predictions or illuminate structural relationships in a more comprehensible manner.

2 Social Media … new, different
The globally active social media platforms are usually very popular and are used extensively. The information culture fluctuates between helpful „real-time notification“ and often questionable, egocentric „exhibition episodes“. At the same time, the use of many platforms requires a lot of attention while the quality of information is constantly decreasing. Finally, bullying and other criminal activities are increasingly causing problems and making social media environments more and more to a danger for – above all – young people.

Develop innovative approaches for a novel digital communication platform. Who is the target group? How does your approach differ from existing platforms and how do you bypass the weaknesses of existing ones? Are there new concepts for an innovative exchange that perhaps work visually? Are there any ideas for preventing human „weaknesses“ (envy, hatred and violence)?
In the end, a partially functional prototype should be created that conveys the advantages of your ideas in a comprehensible and convincing manner.

3 Design tools in a medical context
Digitization has been playing an increasingly important role in the field of medicine for a longer time and often allows completely new perspectives. This development is correct and valuable when the synergies create real added value and neither the patient nor the doctor are digitally patronized or restricted. It is also important to take into account that in the sensitive issue of “health”, the focus should always be on people with their feelings and fears.
Especially in patient education, the examination of mass data or the supporting analysis by AI systems, digital tools show their supporting importance in an ideal form.

Look for good application examples where and how digital applications can be integrated in the field of medicine in a valuable way. Develop solutions that are easy to use, informative and offer real advantages. In the end, a partially functional prototype should be created that conveys the added value in a comprehensible and convincing manner.


Work process
The teams will be formed after the introductory event and must be mixed (students from Zhuhai and Wuerzburg). Every Monday there will be a two-hour presentation of the interim results (beginning at 10.45 a.m. to handle the time difference), in which the groups present their intermediate results (review). Afterwards, the students will hold team meetings with their supervisor at their locations (Würzburg: 1 p.m. to 3:45 p.m.). During the week, the groups should exchange ideas independently and synchronize their work steps.

Exchange / communication
The event will be held in English. In addition, Ms. Shuang Wu will join and help as a simultaneous translator. Participating professors in Zhuhai also speak English and can translate if necessary.
The regular reviews will take place via Microsoft Teams. For the exchange during the week, the students will be able to use other tools as well (Miro, Slack, …).

Presentation
At the end of the semester there will be a presentation (relevant to the exam). It should show all steps and insights during the collaboration and must also present the final result (prototype). If the Covid-situation will allow, then a subsequent exhibition of the results in real form would be desirable. This could either take place in Wuerzburg or in Zhuhai (discussions are ongoing).

Expectations
The aim of this workshop is to allow the different, country-specific backgrounds to flow into a transcultural design process. The participating students are expected to engage in this discourse with an open mind and learn to treat each other with respect and curiosity. It is very important to have the experience of agile advancing a joint design process while keeping the passion vital in the discussion. In the best case scenario, innovative design concepts emerge in a steep learning curve, which will lead to a further understanding in design due to the different cultural influences.

Module:

KD19: Grundlagenprojekt Interaktive Medien
KD25: Vertiefende Projektarbeit 1
KD26: Projektarbeit 1
KD29: Vertiefende Projektarbeit 2
KD30: Projektarbeit 2

Teilmodule:

Grundlagenprojekt, Designprojekt, Schwerpunktprojekt
Interaktive Medien

Prof. Erich Schöls

3. Semester, 4. bis 7. Semester

Montag
10:45 - 15:45
Raum: I.0.1

open for non-german-speaking students