©, Lisa-Marie Kaspar

Dr. phil. Christian Bauer

Theorie / Philosophie / Strategische Kommunikation
E-Learning-Beauftragter

christian.alexander.bauer@fhws.de

 

Studium

Ab Wintersemester 1999/2000 Magister-Studium an der Julius-Maximilians-Universität, Würzburg: Germanistik, Politikwissenschaft.

Ab Wintersemester 2001/2002 Magister-Studium an der Universität zu Köln: Germanistik, Philosophie, Politikwissenschaft.

Seit 2005 freie Mitarbeit am Kölner Zentrum für Moderneforschung an der Universität zu Köln.

2006 Hochschulabschluss an der Universität zu Köln mit dem Grad eines Magister Artium.

2008 Promotion (summa cum laude) zum Dr. phil. an der Bergischen Universität Wuppertal im Fachbereich Design – Kunst bei Prof. Dr. sc.tc.hc. Bazon Brock. Dissertationsthema: „Sacrificium intellectus. Das Opfer des Verstandes in der Kunst bei Karlheinz Stockhausen, Botho Strauß und Anselm Kiefer“.

Lehr- und Forschungstätigkeit

Seit 2009 Lehrbeauftragter an der Fakultät Gestaltung der HAW Würzburg-Schweinfurt und am Fachbereich Kunstwissenschaft und Medientheorie der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Seit 2011 im Fachbereich Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe als Lehrbeauftragter wirkend.

Seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Kommunikationsdesign und Ethik – Ethik des Kommunikationsdesigns“ an der Fakultät Gestaltung (Projektteam: Prof. Dr. Gerhard Schweppenhäuser und Prof. Gertrud Nolte) und Habilitand an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Vorträge im In- und Ausland zu Themen aus Design, Kunst, Ästhetik und Ethik.

Berufliche Tätigkeit neben dem Hochschulbereich

2006-2010 als freier Mitarbeiter bei Prof. Dr. sc.tc.hc. Bazon Brock tätig.

Regieassistenz bei WDR 3 und kulturphilosophische Beiträge auf WDR 3 und BR 2.

Dramaturgische Tätigkeit (Theater und Theatertanz).

Strategische Beratung.

 

Publikationen (Auswahl)

Die Designwirtschaft in wirtschaftsethischer Perspektive: Befähigung zu gerechten internationalen Beziehungen durch Kommunikations- und Informationsdesign“, in: Kommunikation – Wirtschaft – Ethik. Werte bilden! FHWS Science Journal 1/2018, S. 38-50. https://www.fhws.de/fileadmin/redaktion/dokumente/Publikationen/2018-1_FHWS_Journal.pdf

Mit Sebastian Baden und Daniel Hornuff (Hrsg.): Formen der Kulturkritik, Paderborn 2018.

Mit Gerhard Schweppenhäuser: Ethik im Kommunikationsdesign. Verständigung, Verantwortung und Orientierung als Kriterien visueller Gestaltung, Würzburg 2017.

Die neue moralische Anmaßung. Konjunkturen des Subjekts, in: Weimarer Beiträge. Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturwissenschaften, hg. v. Peter Engelmann, Michael Franz u. Daniel Weidner, Heft Nr. 2/2017, S. 276-283.

Mit Harald Bolsinger: The Value of Constitutional Values: An Exploratory Study of the Constitutions of India and Bavaria , in: Tattva. Journal of Philosophy, Vol 9, No 1, 2017, p. 13-30.

Europäisches Design – eine Lebensform, in: Europa gestalten, hg. v. Christian Bauer u. Hanna Rosenthal, Würzburg 2016, S. 64-89.

Mit Harald Bolsinger: Der Schleier der Missachtung der Menschenwürde: Ein Plädoyer für spürbare Humanität in der Flüchtlingsdebatte, in: Journal for Markets and Ethics, Jg. 4 (2016)/2, siehe http://www.zfme-jme.com/journal/editions/jg-4-20162.

Crítica da fantasia moral: Günther Anders e a cegueira moderna ao apocalipse, in: O trágico, o sublime e a melancolia, hg. v. Verlaine Freitas, Rachel Costa u. Debora Pazetto, Belo Horizonte 2016, S. 119-136.

Abstrakte Fotografie und kybernetische Bilder, in: Abstrakte Fotografie. Fünf Konzepte aktueller Fotografie, hg. v. Hans Günter Golinski u. Sepp Hiekisch-Picard, Kunstmuseum Bochum, 2016, S. 52-53.

Leiden an Deutschland, an Europa und am Nihilismus oder Die drei Körper des Friedrich Nietzsche, in: Figurationen des Politischen I: Die Phänomenalität der Politik in der Gegenwart, hg. v. Martin Doll u. Oliver Kohns, Paderborn 2016, S. 187-219.

Simone Weil. Politische Anästhetik im Selbstversuch, in: Perspektiven der politische Ästhetik, hg. v. Oliver Kohns, Paderborn 2016, S. 179-216.

Der kommunizierende Mensch als politischer Mensch? Zu einer Ethik der Kommunikation, in: Der politische Mensch. Akteure gesellschaftlicher Partizipation im Übergang zum 21. Jahrhundert, hg. v. Ursula Bitzegeio, Jürgen Mittag u. Lars Winterberg, Bonn 2015, S. 173-199.

Im Westen was Neues – Tradition im Angebot, in: Kunstpreis ,Junger Westen 2015‘. Grafik. Zeichnung, Fotografie, hg. v. Ferdinand Ullrich u. Hans-Jürgen Schwalm, Kunsthalle Recklinghausen, 2015, S. 44-45.

Die Aufstellung der Werkzeuge/The Locating of Instruments, in: Thomas Straub, The Inner Half Hermitage, 2014, hg. v. SIMULTANHALLE – Raum für zeitgenössische Kunst Köln, Köln 2015, S. 2-4 u. S. 13-15.

Brief an einen aus der Provinz, in: Neuwerk – Magazin für Designwissenschaft, Nr. 4, Publikation der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle, Berlin 2015, S. 151-157.

Die Arbeit des Kommunikationsdesigners an sich selbst, in: Ethik und Moral in Kommunikation und Gestaltung, hg. v. Christian Bauer, Gertrud Nolte u. Gerhard Schweppenhäuser, Würzburg 2015, S. 60-85.

Da-Sein von De-Sign – Integration von Ambivalenz im deutschen Design / Da-Sein of De-Sign – Integrating Ambivalence (dt., chin., engl.), in: De Sein – German Graphic Design from Postwar to Present (Ausst.-Kat.), Berlin 2011, S. 17-22.

Phänomenologische Untersuchungen der Photographie. Elf Exkurse zu Ursache und Wirkung von Lichtbildern, in: Jan Paul Evers. Nouveau Style Fragile, hg. v. Andreas Bee u. Corinna Schnitt, Braunschweiger raumLABOR, Braunschweig 2011, S. 3-24.

Kommentar zu Bazon Brock ,Das Deutschsein des deutschen Designs‘ (1997), in: Gestaltung denken. Grundlagentexte zu Design und Architektur, hg. v. Klaus Thomas Edelmann u. Gerrit Terstiege, Basel 2010, S. 202.

(Hrsg.): Utopie und Evidenzkritik (=Bd. 1) von Bazon Brock und Hans Ulrich Reck und Tarnen und Täuschen (=Bd. 2) von Bazon Brock und Hans Ulrich Reck, Hamburg 2010.

Eintrag zum Stichwort ,Sacrificium intellectus‘, in: Lexikon zur zeitgenössischen Kunst von Com&Com, hg. v. Johannes M. Hedinger u. Marcus Gossolt, Sulgen, Zürich 2010, S. 145-146.

(Hrsg.): Musealisierung als Zivilisationsstrategie – Fünftes Memorial zum 24.11.1934. Zur Ausbildung von Diplom-Patienten, Diplom-Rezipienten, Diplom-Konsumenten, Diplom-Bürgern und Diplom-Gläubigen, Weimar 2009.

Sacrificium intellectus. Das Opfer des Verstandes in der Kunst bei Karlheinz Stockhausen, Botho Strauß und Anselm Kiefer, München 2008.

2018

Würzburger Beiträge zur Designforschung, Wiesbaden 2018.

 

2017

Ethik im Kommunikationsdesign. Verständigung, Verantwortung und Orientierung als Kriterien visueller Gestaltung, Würzburg 2017.


2016



2015

 

 

Soziale Informatik und Digitale Mündigkeit – Wie soll das Leben sein? fragt Dr. Christian Bauer

Plädoyer für eine neue Disziplin – die Soziale Informatik

Dr. Christian Bauer referierte im Rahmen der Vortragsreihe „Ethik & Digitalisierung“ zum Thema „Soziale Informatik und Digitale Mündigkeit. Anforderungen an Lehrende und Lernende“. Seine Hypothese: „Eine zukunftsfähige Hochschule muss Kriterien des know what und des know why angeben können. Wir brauchen neben digitalem know how auch ethisches Handlungs-, Orientierungs- und daraus erwachsendes Entscheidungswissen. Eine jede Gesellschaft benötigt eine Verständigung darüber, welche Ziele und Zwecke sie verfolgt.“ Und sein Wunsch: Auf Basis einer Demokratie mit handlungs- und entscheidungsfähigen Individuen wie Gesellschaften die Soziale Informatik als eine neue Disziplin zu begründen, die sich damit zu befassen habe, „dass sukzessive alle Dinge des Lebens und Arbeitens in Daten verwandelt werden.“

Dr. Bauer führte weiter aus: „Die Soziale Informatik könnte eine Disziplin sein, in der man zu erörtern versteht, wann technologische Fragen, die vornehmlich die `Infosphäre` berühren, durch ein Mehr an Technologie und Informatik zu bearbeiten sind und wann Fälle eintreten, die nur durch die menschliche Urteilskraft bearbeitet werden können. Denn der Mensch kommt immer dann ins Spiel, wenn es um die Übernahme von Verantwortung geht.“ U.a. an Hochschulen werde Wissen gesammelt und produziert, und es komme immer darauf an, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in politische Steuerungsfähigkeiten zu übersetzen. Grundlage bilde hierfür eine Gesellschaft 4.0 mit digitalkompetenten, datensouveränen, mündigen Nutzern, Konsumenten, Bürgern. Im Bildungssektor plädierte der Referent für die Formulierung neuer Bildungsideale, in der es nicht dazu kommen dürfe, dass „alles zum Mittel wird und in der nichts mehr Zweck ist.“ „Es zeichnet sich im Zuge der Digitalisierung und der Virtualisierung unserer Lebenswelt ab, dass eine Vielzahl von Dingen auf einmal für uns relevant werden, mit denen wir uns bis vor kurzem nicht befassen mussten, weil die Informations- und Kommunikationstechnologien noch nicht dermaßen stark unsere Umgebungen und Umwelten beherrschten.“

Am Beispiel selbstfahrender Autos oder autonomer Drohnen sieht er große Veränderungen im Hinblick auf Verantwortung, Schuld und juristische Konsequenzen von Handlungen: „Die Revolution, die wir derzeit erleben, ist die: Wir fangen an, nicht-menschliche und außer-menschliche Akteure genauso zu behandeln, wie Menschen selbst. Das ist eine echte Revolution, die unsere moralischen wie ethischen Maßstäbe auf den Kopf stellt.“ Die Schuldfrage stelle sich ganz neu: „Wer übernimmt den Schaden, wenn ein selbstfahrendes Automobil einen Unfall produziert? Wer ist denn faktisch an derartigen Diskussion über die Einführung selbstfahrender Fahrzeuge beteiligt: Sind es die Technologen selbst, sind es Ethiker, die Rechtstheoretiker, Versicherungsmathematiker, die sich auf einem öffentlichen Schauplatz tummeln?“

Dr. Bauer fasste zusammen: „Wann immer neue Technologien eingeführt werden, steht eine Diskussion über Chancen und Risiken ins Haus.“ und zitierte abschließend den Technikphilosophen Günther Anders: „Unterbinde das Entstehen von solchen Situationen, in denen moralisch zu sein nicht mehr möglich ist, und die sich daher der Kompetenz moralischer Beurteilung entziehen.“

Quelle: FHWS, Pressemeldung FIW, Pressemeldung, Archiv, Pressemeldung FG

Soziale Informatik und Digitale Mündigkeit | Dr. phil. Christian Bauer from Fakultät Gestaltung Würzburg on Vimeo.

 

2014

Europäisches Design – eine Lebensform | Dr. phil. Christian Bauer from Fakultät Gestaltung Würzburg on Vimeo.