Prof. Johanna Diehl, Professorin für Fotografie
@ Johanna Diehl

Prof. Johanna Diehl

Fotografie
Frauenbeauftragte

johanna.diehl@fhws.de

Seit dem Sommersemester 2019 ist Johanna Diehl Professorin für Fotografie an der Fakultät Gestaltung Würzburg. Im Zentrum ihrer Lehre der Fotografie steht die Auffassung, dass Bilder und Bildermachen das Potential haben, Welt zu erkennen und dass man bei der Fotografie von einer eigenen Form des Denkens ausgehen kann. Und dass es insbesondere in Zeiten populistischer Zuspitzung, immer auch um die eigene Haltung, um eine Ethik des Bildermachens gehen muss, sowie um die „Zumutung“, die Komplexität der Wirklichkeit nicht zu vereinfachen, sondern im Bild zu lassen.

Wie sich in Räumen Macht widerspiegelt, ist eine der Fragen, die die Künstlerin und Fotografin Johanna Diehl umtreiben. Die Spurensuche führt sie entlang den Traumata der europäischen Geschichte, entlang von politischen Entscheidungen und historischen Umbrüchen. Mit der Großbildkamera führt sie Ideologie und Propaganda, Politik und Scheitern eng und schließlich in einem komplexen Bild von Wirklichkeit zusammen. Meist geht es ihr um die Frage nach Gedächtnis und Identität eines heutigen Europa, in jüngeren Serien rücken biografische Bezüge der eigenen Familie in den Vordergrund.

Johanna Diehl studierte Fotografie und Bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Prof. Timm Rautert, Boris Mikhailov und als Meisterschülerin bei Prof. Tina Bara sowie an der École nationale supérieure des beaux-arts Paris bei Christian Boltanski und Jean-Marc Bustamante. Ihre Arbeiten werden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt (Bucerius Kunst Forum Hamburg, Anderson Gallery Buffalo/NY, Pinakothek der Moderne München, Akademie der Künste, Berlin, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Multimedia Art Museum, Moskau, Akademie der Künste Berlin, Paris Photo/ Grand Palais, Paris, Kaunas Biennale, Litauen, Haus am Waldsee Berlin) und befinden sich u.a. in der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, der Stiftung für Fotografie und Kunstwissenschaft Ann und Jürgen Wilde, der DZ Bank Kunstsammlung, den Kunstsammlungen und Museen Augsburg und in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, München. Johanna Diehl erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt eine Nominierung für die Villa Aurora, Los Angeles, das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn, der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, der Konrad-Adenauer-Stiftung (EHF), der Robert-Bosch-Stiftung (Grenzgänger), der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo (Casa Baldi), den Deutschen Fotobuchpreis silber, sowie Hauptstadtkulturfonds. Ihre monografischen Publikationen umfassen ‚In den Falten das Eigentliche‘ (Verlag der Buchhandlung Walther König), ‚Eurotopians‘ (mit Niklas Maak),(HIRMER Verlag); ‚Ukraine Series‘ (Sieveking Verlag), ‚Borgo. Romanità. Alleanza‘ (Hatje Cantz), ‚Displace‘ (Edition Fotohof).

Bisherige Lehrformate (Auswahl): „Bilder in Zeiten des Zorns – Populismus und Fotografie“ (Interdisziplinäres Projekt Fotografie/Theorie/Philosophie, in Kooperation mit Dr. Judith-Frederike Popp; „(Re-)Thinking Photography“, „Work hard play dirty – Verknüpfung von Spiel und Arbeit“, „Grid Square“ u.a.

www.johannadiehl.com

Sommersemester 2021

Kommunikationsdesign (BA)
Technisches Praktikum

Präsentationsformate

Portfolio, Buch, Ausstellung, Print, Kaschierung
Blockveranstaltung
Siehe Aushang
Raum: I.0.3
Kommunikationsdesign (BA)
Designprojekt
Schwerpunktprojekt

(Re-)Thinking Photography: Narrative Strategien

Fotografische Praxis - Fortlaufendes Seminar
Dienstag
09:00 - 12:15
Raum: I.0.3